Hebammenstudium Bewerbung: erst Klinik, dann Hochschule

Von der RedaktionAktualisiert am 25. Oktober 202610 Min. Lesezeit

Laptop und Bewerbungsmappe auf einem Schreibtisch

Bei der Bewerbung fürs Hebammenstudium kommt an 31 von 47 Studiengängen die Klinik zuerst: Du schließt einen Vertrag mit einem Krankenhaus und schreibst Dich erst danach an der Hochschule ein. Die Klinikfristen liegen meist zwischen Januar und März, also sieben bis zwölf Monate vor dem Studienstart im Herbst.

Wer erst im Sommer nach dem Abitur sucht, ist an den meisten Studienorten ein Jahr zu spät. Für einen Start im Wintersemester 2027/28 nehmen die ersten Kliniken schon seit Oktober 2026 Bewerbungen an. Die übrigen 16 Studiengänge laufen anders – dort wählt die Hochschule aus, ein gemeinsames Verfahren entscheidet für mehrere Kliniken, oder Du bewirbst Dich parallel bei Hochschule und Klinik. Welcher Weg an welchem Ort gilt, steht auf jeder Seite unter Studienorte.

Warum die Klinik so viel Gewicht hat

Das Hebammenstudium ist nach dem Gesetz „ein duales Studium“ (§ 11 Abs. 2 HebG). Den praktischen Teil verantwortet eine verantwortliche Praxiseinrichtung, und das kann nur ein Krankenhaus sein (§ 15 Abs. 2 HebG). Mit diesem Krankenhaus schließt Du den Vertrag zur akademischen Hebammenausbildung, den viele einfach Studienvertrag nennen (§ 27 HebG). Es zahlt Dir vom ersten Studientag an eine monatliche Vergütung (§ 34 HebG).

Hochschule und Kliniken regeln ihre Zusammenarbeit in Kooperationsvereinbarungen (§ 21 Abs. 2 HebG). Darin sollen laut Studien- und Prüfungsverordnung auch Vorgaben „zur Auswahl der Studierenden“ stehen (§ 5 Abs. 2 Nr. 1 HebStPrV). Wer auswählt, legen die Partner also vor Ort fest. Meist ist es die Klinik, weil sie die Praxisplätze hat. Die TU Dresden schreibt das offen: Ihre Zulassungsbeschränkung ergibt sich „aus der begrenzten Anzahl der praktischen Ausbildungsplätze an den Kooperationskliniken“.

Die Zahl der Kliniken ist überschaubar. Das Statistische Bundesamt zählte 2024 genau 250 Krankenhäuser mit Ausbildungsplätzen für Hebammen. Einige bilden für zwei Hochschulen aus – das Klinikum Chemnitz etwa für die TU Dresden und für die Universität Leipzig, das Klinikum Ingolstadt für die HAW Landshut und die TH Nürnberg. Für Dich heißt das: Du suchst zuerst eine Klinik in erreichbarer Nähe und schaust dann, zu welcher Hochschule sie gehört.

Die fünf Wege der Bewerbung fürs Hebammenstudium

Stand 19. Oktober 2026 gibt es 47 primärqualifizierende Bachelorstudiengänge, dazu den Standort Marburg der Hochschule Fulda. Sie verteilen sich auf fünf Bewerbungswege. Wie gezählt wurde, steht auf der Seite Methodik.

Bewerbungswege der 48 Studienorte (Stand: Datenbank, je Studienort geprüft)
WegStudienorteWas Du tust
Klinik zuerst29: Hochschule Furtwangen, DHBW Heidenheim, DHBW Karlsruhe, DHBW Stuttgart, Universität Augsburg, Hochschule Coburg in Bamberg …Du bewirbst Dich zuerst bei einer Kooperationsklinik und schreibst Dich mit dem Vertrag an der Hochschule ein.
Zentral über ein Praxiszentrum3: BTU Cottbus-Senftenberg, RWTH Aachen, Hochschule Bielefeld (HSBI)Ein zentrales Praxiszentrum nimmt die Bewerbungen für alle Kliniken an und vergibt die Verträge.
Hochschule zuerst11: Universität Freiburg, Universität Tübingen, KSH München, Charité Berlin, Hochschule Bremen, Medizinische Hochschule Hannover …Du bewirbst Dich bei der Hochschule; den Vertrag mit der Klinik bekommst Du danach oder über die Hochschule.
Hochschule leitet an Kliniken weiter2: TH Aschaffenburg, Hochschule LandshutDu bewirbst Dich bei der Hochschule, sie leitet die Bewerbung an die Kliniken weiter, die Klinik entscheidet.
Zentrales Auswahlverfahren1: HAW Hamburg und UKEEin zentraler Test und ein Interviewparcours entscheiden für alle Kliniken gemeinsam.
Parallel mit Bewerbernummer1: Universität zu LübeckDu registrierst Dich bei der Hochschule und bewirbst Dich mit der Bewerbernummer parallel bei den Kliniken.
Mischform1: Fliedner Fachhochschule DüsseldorfDie Hochschule vermittelt Plätze, einzelne Kliniken nehmen zusätzlich Direktbewerbungen an.

Alle Studienorte mit Filter nach Bewerbungsweg: Studienorte-Datenbank.

Klinik zuerst, dann Hochschule (31 Studiengänge)

Du bewirbst Dich direkt bei einer der Kliniken, die mit der Hochschule kooperieren. Die Klinik sichtet die Unterlagen, lädt zum Gespräch ein und bietet Dir einen Vertrag an. Mit dem unterschriebenen Vertrag bewirbst Du Dich an der Hochschule oder schreibst Dich dort direkt ein. An der Hochschule Bochum sind es 24 Kliniken – die Hochschule selbst wählt dort seit dem Wintersemester 2024/25 niemanden mehr aus.

Manche Standorte bündeln die Klinikbewerbung in einem Praxiszentrum. In Aachen nimmt ausschließlich das Praxiszentrum Bewerbungen an; „Direktbewerbungen bei einer der verantwortlichen Praxiseinrichtungen werden nicht berücksichtigt“. Ähnlich arbeiten die zwei Praxiszentren der Hochschule Bielefeld in Minden und Paderborn sowie die Medizinische Universität Lausitz für die BTU in Senftenberg. An der OTH Regensburg muss der Vertrag oder eine schriftliche vorläufige Zusage schon bei der Hochschulbewerbung vorliegen. Die Universität Rostock nimmt gar keine Direktbewerbung an.

Hochschule zuerst, Klinik danach (13 Studiengänge)

Hier bewirbst Du Dich zuerst um den Studienplatz, oft mit einer Wunschliste von Kliniken. In Münster läuft das über das Dialogorientierte Serviceverfahren von hochschulstart.de; nach der Einschreibung ist der Vertrag mit dem Uniklinikum „garantiert“, vorbehaltlich der Prüfung des Führungszeugnisses. Freiburg teilt die Kliniken nach drei Präferenzen zu, die Du im Antrag angibst, und lost bei Überhang. An der MHH bekommst Du zuerst einen Vorauswahlbescheid und musst innerhalb der Frist einen Vertrag mit einer Partnerklinik nachweisen. An der Charité gibst Du die Klinik im Antrag nur als Präferenz an; wer schon ein Studium abgeschlossen hat, darf sich laut Charité nur für einen ihrer Bachelorstudiengänge bewerben.

Zwei Sonderfälle gehören in diese Gruppe. Die HAW Landshut und die TH Aschaffenburg nehmen die Bewerbung an, leiten sie aber an die gewünschte Klinik weiter, und die Klinik entscheidet nach einem Gespräch. In Bonn bewirbst Du Dich über ein gemeinsames Portal von Universität und Uniklinikum, eine separate Bewerbung „ist nicht nötig und nicht möglich“.

Ein Verfahren für alle Kliniken: Hamburg

In Hamburg teilen sich drei Kliniken das Auswahlverfahren der Auswahltestzentrale am UKE. Alle Angemeldeten schreiben den Test HAM-Mid, die besten 150 kommen ins Interview Mid-Int. Aus der Rangliste vergeben die Kliniken ihre Verträge nach Deinen Präferenzen. Erst danach bewirbst Du Dich mit einem Freischaltcode der Klinik bei der HAW Hamburg. Im Zyklus 2026 lief die Anmeldung vom 1. Januar bis 1. Februar 2026; die Termine für 2027 waren am 19. Oktober 2026 noch nicht veröffentlicht. Ablauf und Punkte erklärt der Artikel zum HAM-Mid.

Parallel mit Bewerbernummer: Lübeck

Die Universität zu Lübeck hat 2026 umgestellt. Du registrierst Dich im Campus-Portal der Universität und bekommst eine Bewerbernummer. Mit dieser Nummer bewirbst Du Dich bei einer oder mehreren der 14 kooperierenden Kliniken. Ohne Nummer lädt Dich keine Klinik zum Vorstellungsgespräch ein.

Mischform: Fliedner Fachhochschule

Die Fliedner Fachhochschule in Düsseldorf nimmt Bewerbungen laufend an, solange Plätze frei sind, und vermittelt die Praxisplätze im Bewerbungsgespräch. Drei Kliniken weichen ab: Beim Florence-Nightingale-Krankenhaus, am Universitätsklinikum Düsseldorf und am Klinikum Leverkusen bewirbst Du Dich zusätzlich direkt, und zwar vom 1. Oktober bis 31. Dezember. Für einen Start 2027 läuft dieser Zeitraum gerade. Die Fliedner FH ist eine private Hochschule und verlangt im ersten Jahr 498 € im Monat, also 2.988 € pro Semester.

Verfahren ändern sich

Frankfurt hat umgestellt. 2024 bewarb man sich dort zuerst an der Hochschule, für das Wintersemester 2027/28 zuerst bei einer der sechs Kliniken. Die HWG Ludwigshafen kündigt ein „neues Bewerbungsverfahren für den Studienstart 2027“ an, mit Klinikbewerbungen vom 1. Februar bis 31. März 2027. Verlass Dich deshalb nie auf das Verfahren aus dem Vorjahr; jede Studienortseite nennt das Datum, an dem sie zuletzt geprüft wurde.

Zwei Zusagen: Der Vertrag gilt erst mit dem Studienplatz

Der Vertrag mit der Klinik wird „erst wirksam“, wenn Du die schriftliche Studienplatzzusage einer Hochschule vorlegst, mit der die Klinik eine Kooperationsvereinbarung hat (§ 29 HebG). Du brauchst also immer beides. Ein Klinikvertrag ohne Studienplatz trägt Dich nicht ins Studium, ein Studienplatz ohne Vertrag ebenso wenig.

Abschluss und jede Änderung des Vertrags brauchen die Schriftform; eine elektronische Form genügt nicht (§ 27 Abs. 2 HebG). Bist Du noch minderjährig, unterschreiben Deine gesetzlichen Vertreter mit (§ 30 HebG).

Beim Weg über die Klinik ist die zweite Zusage meist Formsache. Die Hochschule Osnabrück schreibt, es erhielten alle einen Studienplatz, die die Voraussetzungen erfüllen. Die HAW Hamburg hat nach eigenen Angaben genug Studienplätze für alle mit Arbeitsvertrag. An der TU Dresden wurden in den Wintersemestern 2025/26 und 2026/27 alle geeigneten Bewerber zugelassen. Was im Vertrag stehen muss und was nichtig ist, erklärt der Artikel zum Vertrag zur akademischen Hebammenausbildung.

Zeitplan rückwärts vom Studienstart 2027

Die meisten Studiengänge beginnen im Oktober. Rechnest Du von dort zurück, liegt die wichtigste Phase im Winter davor. Die Tabelle zeigt die Daten für den Zyklus 2027, die am 19. Oktober 2026 veröffentlicht waren; Termine ohne Jahreszahl nennen die Hochschulen als jährliche Regel.

Zeitraum Was ansteht Belegte Beispiele
Herbst 2026 Vorpraktikum planen, Studienorte und Kliniken auswählen, erste Klinikfristen Fliedner-Kliniken 1. Oktober bis 31. Dezember; Universitätsmedizin Göttingen ab 1. November 2026; Klinikum Osnabrück ab 15. November 2026
Januar bis März 2027 Hauptphase der Klinikbewerbungen Aachen (Praxiszentrum) ab 2. Januar 2027; Universitätsmedizin Mainz 1. Januar bis 31. März 2027; FAU Erlangen 19. Februar bis 31. März 2027; HWG-Kliniken 1. Februar bis 31. März 2027; EHB-Kliniken in der Regel bis 31. März 2027
April und Mai 2027 Gespräche, Bewerbertage, Vertragsangebote Göttingen: Auswahlgespräche voraussichtlich in Kalenderwoche 14; FAU: Bewerbertag am 11. Mai 2027; Uni Köln: Hochschulbewerbung 1. April bis 2. Mai 2027
Juni und Juli 2027 Hochschulbewerbung, viele Ausschlussfristen Münster bis 15. Juli 2027; TH Nürnberg 2. Mai bis 30. Juni 2027; jährlich 1. Juni bis 15. Juli: Freiburg, MHH, TU Dresden, HS Bremen
August bis Oktober 2027 späte Hochschulfristen, Einschreibung, Studienstart EAH Jena jährlich 15. Mai bis 16. Oktober; FAU: Studienbeginn 1. Oktober 2027

Zwei Dinge musst Du noch früher erledigen. Freiburg verlangt vor der Bewerbung einen bestandenen Studierfähigkeitstest; die Anmeldung für den Termin am 29. Oktober 2026 lief bis 5. Oktober, der nächste Termin folgt im Frühjahr 2027. Und das Vorpraktikum muss an einigen Orten schon bei der Bewerbung abgeschlossen sein, in Münster zum Beispiel 154 Stunden. Wie lange es dauert und wo Du es machst, steht im Artikel zum Vorpraktikum.

Viele Klinikfristen für 2027 erscheinen erst in diesen Wochen. Alle bisher veröffentlichten Daten sammelt der Artikel Bewerbungsfristen 2027, fehlende Termine stehen dort als „noch nicht veröffentlicht“.

Wie viele Bewerbungen sinnvoll sind

Bei mehreren Kliniken gleichzeitig? An vielen Orten ist das ausdrücklich erlaubt. Die Hochschule Bochum nennt Mehrfachbewerbungen bei verschiedenen Kliniken möglich, die HWG Ludwigshafen ebenso. Die HAW Landshut schreibt, dass mehrere angegebene Praxisstandorte die Chancen erhöhen. In Lübeck kannst Du Dich mit Deiner Bewerbernummer bei mehreren Kliniken bewerben. An der Charité stellt sich die Frage nicht: Dort bewirbst Du Dich nicht bei den Kliniken, sondern nennst im Antrag eine Präferenz.

Wie groß der Andrang ist, zeigen nur wenige Zahlen. Die hessische Landesregierung nennt für die Frankfurt UAS 233 Bewerber im Wintersemester 2023/24 und 112 im Wintersemester 2024/25, bei jeweils 53 Studienanfängern. Für die THM in Gießen waren es 2024 89 Bewerber auf 29 Anfänger. Die Regierung weist selbst darauf hin, dass Bewerber mehrfach gezählt sein können, weil sie sich bei mehreren Praxispartnern beworben haben (Hessischer Landtag, Drs. 21/2137). Das Uniklinikum Würzburg lädt in der Regel drei Bewerber je Studienvertrag zum Interview ein.

Daraus folgt eine einfache Regel: Bewirb Dich, wo es erlaubt ist, bei mehreren Kliniken und an mehr als einem Studienort. Plane die Zusagen ein. Kliniken setzen Fristen für die Annahme; im Zyklus 2026 mussten Zusagen am Klinikum Weiden bis 15. Mai angenommen werden.

Was Kliniken in der Bewerbung sehen wollen

Gefragt sind fast überall Lebenslauf, Zeugnisse, ein Motivationsschreiben und der Nachweis über ein Praktikum. Die Längen sind vorgegeben: An der Universitätsmedizin Mainz höchstens 300 Wörter, am Uniklinikum Leipzig höchstens eine Seite. Das Uniklinikum Erlangen nennt seine Kriterien offen, nämlich schulischen Werdegang, Vollständigkeit und Eindruck der Unterlagen, angemessene Vorstellungen von Ausbildung und Beruf, soziales Engagement und persönlichen Ausdruck.

Danach folgt meist ein Gespräch, mal als Einzelgespräch, mal als Bewerbertag, in Würzburg als Multiple Mini Interviews. Einen schriftlichen Test gibt es nur in Hamburg und Freiburg. Wer wo wie auswählt, steht im Artikel zum Auswahlverfahren. Führungszeugnis, Gesundheitszeugnis und Masernschutz verlangen die Kliniken meist erst beim Vertrag, einige schon früher; die Einzelheiten stehen bei den Unterlagen fürs Hebammenstudium.

Wenn es im ersten Anlauf nicht klappt

Eine Absage der Wunschklinik muss nicht das Ende des Zyklus sein. Einige Kliniken führen Wartelisten. Die Mühlenkreiskliniken in Minden nahmen 2026 noch bis 15. August Bewerbungen für ihre Warteliste an, das Portal der St. Vincenz-Kliniken in Paderborn ebenso. An der TU Dresden genügt für die Hochschulbewerbung schon ein Wartelistenplatz bei einer Klinik, und die KSH München vergab 2026 frei gewordene Plätze im Nachrückverfahren bis spätestens Mitte Oktober.

Dazu kommen späte Hochschulfristen. Die EAH Jena nimmt Bewerbungen jährlich bis 16. Oktober an, die Jade Hochschule in Oldenburg laut ihrer Studiengangsseite bis 15. September – allerdings nur mit Vertrag einer ihrer Kliniken. Wer im Frühjahr leer ausgeht, fragt also bei den Kliniken dieser Studienorte nach freien Plätzen. Klappt auch das nicht, ist der nächste Winter der Neustart: Ein längeres Praktikum bringt Dir an einigen Orten Punkte, an der Charité etwa ab drei Monaten.

Welcher Weg für Dich gilt

Der Bewerbungs-Wegweiser fragt nach Studienstart, Region, Schulabschluss und Vorpraktikum und sortiert die Studienorte nach Bewerbungsweg. Welche Klinik in Deiner Nähe für welche Hochschule ausbildet, zeigt der Klinik-Finder. Für jeden Ort gilt: Die Seite der Klinik und die Seite der Hochschule sind verbindlich, und beide musst Du lesen.

Quellen

Häufige Fragen

An vielen Studienorten nicht. Bonn akzeptiert für die Bewerbung das letzte Halbjahreszeugnis und lässt das Abiturzeugnis nachreichen, an der TH Nürnberg und der HAW Landshut ist das bis 27. Juli möglich. Spätestens bei der Einschreibung an der Hochschule brauchst Du das endgültige Zeugnis.
Dann wird der Vertrag nicht wirksam, denn er gilt erst mit der schriftlichen Studienplatzzusage einer kooperierenden Hochschule (§ 29 HebG). An vielen Studienorten mit dem Weg über die Klinik ist das aber kaum ein Risiko: Die HS Osnabrück gibt allen einen Platz, die die Voraussetzungen erfüllen, und in Hamburg reichen die Studienplätze laut HAW für alle mit Arbeitsvertrag.
Nur an der Hochschule Bochum. Sie nennt sich selbst deutschlandweit einzige Hochschule mit Start im Sommersemester im Bachelor Hebammenwissenschaft, und auch dort bieten nicht alle Kliniken Plätze für beide Semester an. Alle anderen Studiengänge beginnen im Wintersemester.
Ja, aber nicht allein. Minderjährige schließen den Vertrag zur akademischen Hebammenausbildung gemeinsam mit ihren gesetzlichen Vertretern, also meist den Eltern (§ 30 HebG). Die KSH München verlangt bei Bewerbern unter 18 außerdem eine Einwilligung der Eltern.

Redaktion hebamme-studium.de

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